Am 6. Juli 2010 war es wieder soweit: Die JunggärtnerInnen durften sich feiern lassen!
Der neue Präsident des Aargauischen Gärtnermeisterverbandes Manuel Eichenberger aus Gränichen freute sich, dass er trotz WM-Spiels eine grosse Zahl Eltern, Verwandte, Freunde, Lehrmeistern, Lehrer und Experten im blumig geschmückten Kronensaal Lenzburg willkommen heissen durfte.
Als Gäste begrüsste er den kantonalen Berufsinspektor Albert Fuchs, Brigitte Vogel von der Gartenbauschule Niederlenz, Herrn Suter von Creabeton und Herrn Ruch von der Firma Fuhrer+Bachmann als Sponsoren sowie die Vertreter Presse.
Zum Erfolg führt keine Rolltreppe, man muss sich diesen Stufe für Stufe erklimmen. Der Präsident erinnerte daran, dass der Weg zum Podest stets über eine Treppe führt, die manchmal steil oder mit fehlenden oder knarrenden Tritten versehen sein könne. Beobachtet und unterstützt von Eltern, Freunden, Lehrern und Lehrbetrieben wurden aus anfangs unsicheren, manchmal ängstlichen 'Stiften' selbstbewusste, von körperlicher Arbeit geprägte junge Gärtner. Sie dürfen sich nun ein erstes Mal umdrehen, um auf die vielen gemeisterten Treppenstufen mit Stolz zurückzublicken.
'Die meisten Menschen sind bereit zu lernen, aber nur die wenigsten sich belehren zu lassen' (Winston Churchill). Mit diesem Zitat will Manuel Eichenberger die Junggärtner auffordern, sich in unserm gefragten Beruf mit den guten und interessanten Bildungsmöglichkeiten weiter zu entwickeln. Ihre Fähigkeit mit dem erfolgreichen Ablegen der Prüfung hätten sie bewiesen, nun sollten sie auch voneinander lernen, sich für ihren Berufsstand einsetzen und nicht vergessen, der einen oder andern Person zu danken, welche sie auf ihrem Weg hierher begleitet hat. Mit einem Zitat von Benjamin Franklin schliesst der Präsident seine Ansprache: 'Eine Investition in Wissen bringt noch immer die besten Zinsen.' Viel Erfolg, Ausdauer und Glück wünscht er seinen neuen Berufskolleginnen und Kollegen.
Albert Fuchs, als Berufsinspektor der gewerblichen Berufe tätig, trat vor und gratulierte den Junggärtnern, die mit ihrem Abschluss die Profilizenz als Gärtner in der Hand hielten. Um Erfolg zu haben, brauche es einige Zutaten: eine eigene Meinung vertreten können, vernünftige Ebenen in seinem Handeln im Blick haben, ein Netzwerk von Beziehungen sowie Einsatz im Gesellschaftsleben. Er würdigte den abtretenden Lehrlingsobmann Toni Möckel für seine geleisteten Dienste und schenkte ihm seine 'grosse Liebe', ein Citroen-Modell.
Nach der rassigen Vorspeise und dem Hauptgang bedankte sich Claude Perrinjaquet bei Toni Möckel für seine Arbeit als Lehrlingsobmann und überreichte ihm im Namen des Verbandes ein Geschenk und Blumen.
Toni Möckel seinerseits bedankte sich im Namen der ganzen Gärtnerschaft bei Albert Fuchs, der sein Amt als Berufsinspektor nach 26 Jahren niederlegt. Er sei kein 'typischer' Beamter gewesen, sondern ein Mensch, mit dem man viele Probleme zusammen gut gelöst habe, kollegial war, die gleiche Sprache gesprochen und viel fachliches Verständnis gezeigt habe.
Claude Perrinjaquet gratulierte den Absolventen der Anlehre, welche mit einem Augenschein durch einen Experten abgeschlossen wurde.
Vorneweg bedankte sich der Lehrlingsobmann bei folgenden Firmen für deren grosszügige Unterstützung (etliches Material, Auf-/ Abräumarbeiten): Creabeton, Fuhrer+Bachmann, Leureko AG, Landi Hendschiken, Firma Fenaco, Rainer Heggli Gartenbau und Firma Schwarz Garten-Center Weber Kirchdorf.
Von 31 Prüflingen bei den Zierpflanzengärtnern haben 27 bestanden. Mit Blumen und einem Präsent wurden die hervorragenden Leistungen dieser Absolventen geehrt: Corinne Zollinger, Gärtnerei Leuenberger AG, 5.4; Melanie Rathgeb, Gartenbauschule Niederlenz, 5.4; Daniela Amhof, Gärtnerei Waldispühl, 5.5; Andrea Odermatt, Lägere Blueme + Pflanze, 5.5; Jasmin Wiederkehr, Huber Gärtnerei, 5.5; Saskia Thommen, Gartenbauschule Niederlenz, 5.7; Tanya van der Laan, Gartenbauschule Niederlenz, 5.8.
Bei den Landschaftern durften 71 (von 80 angemeldeten) ihr Diplom entgegen nehmen. Auch hier wurden ausserordentliche Leistungen mit Blumen und Geschenken belohnt. Beni Egloff, Kloster Wettingen, mit Sepp Schibli als 'Götti', mit der Rekord-Note von 5.9; Nicolas Ilg, Haas Gartenbau, 5.4 und Sandrine Jungen, Lanz AG, 5.4 waren die besten an der Lehrabschlussprüfung.
Mit viel Applaus entliessen die Anwesenden die jungen Gärtnerinnen und Gärtner in ihr zukünftiges Berufsleben. Die Gästeschar löste sich nach dem erfrischend-feinen Dessert, fröhlichem Geplauder und etlichem Händeschütteln auf.
Sara Berner, Küttigen